“There Is An Ocean That Divides – And With My Longing I Can Charge It – With A Voltage That´s So Violent – To Cross It Could Mean Death” lautet der volle Name des neuen (nun mit eher digitalem Cover geschmückten) Albums von Scott Matthew. Ein langer, ja vielleicht zu langer Titel, der jedoch die Thematik und den Stil der Platte lyrisch zusammenfasst.
Im Mittelpunkt steht Scott Matthew selbst, der dem Hörer seine seelischen Leiden und die damit oft verbundenen Schattenseiten der Liebe vorheult, dies aber, dank seiner phänomenalen Stimme und höchst poetischen Texten, so schön rüberbringt, dass man den jungen Herrn gerne mal in den Arm nehmen möchte.
Zum Glück konnte der folgende Live-Mitschnitt vom Song “For Dick” ohne solche Unterbrechungen aufgenommen werden:
“So put me to pasture
Send me to slaughter
Harden your heart
To the truth
Put me to pasture
Send me to slaughter
Now that I’m past tense to you
It won’t stop
It won’t stop”
Das Album durchzieht eine starke Dramatik, die von krassen Kontrasten lebt. Bei Scott Matthew liegt die Romantik ganz eng beim Schmerz, die Freude küsst die Trauer und das erfüllende Leben streift nah am Tod.
“with every sweet hello / there’s a bitter good bye” – Every Traveled Road
“now there is a white horse caged in my heart / and it’s trying to kill me just to get out” – White Horse
Man kann froh sein, dass ein isolierter und zerbrechlicher Künstler wie Scott Matthew den Weg zur Musik gefunden hat, darin viel verarbeitet und gleichzeitig die Außenwelt mit Teil haben lässt.
Indem was hier gezaubert wird, ist keinerlei Raum für Inszenierung, sondern nur Platz für echte Gefühle, die in jedem der 11 herzzerreißenden Lieder zu Gänsehaut und Nachempfindung führt.
So individuell Scott Matthew sein mag, stirbt auch für ihn die Hoffnung zuletzt. Er beweist, dass nicht Alles schlecht ist und beendet sein Werk “There Is An Ocean That Divides …” mit den sanften Worten:
“in the darkest of oceans there’s light” – Friends And Foes
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