Ich weiß was, was du nicht weißt!

Von Lea gepostet am 31. Juli 2010 um 04:10 in Leben
Ich weiß was, was du nicht weißt!
Foto: bark

Es gab mal eine Zeit, da habe ich gerne auf neon.de gelesen. Ich fand das interessant, mochte die Diskussionen, fand Denkanstöße. Die Idee einer Community in der jeder frei teilnehmen kann, gefiel mir einfach. Jeder kann Texte schreiben und diese hochladen. Wie ein großer Blog, der alle miteinbindet.  Mittlerweile finde ich die meisten aus dieser Community einfach nur noch scheiße. Die ekeln mich an. Die benehmen sich als hätte jemand denen in den Kopf gekotzt und die Kotze läuft ihnen aus dem Mund in die Finger in den Computer ins Internet. Ich muss kotzen davon.

Ich poste Texte, die von Gefühlen handeln, bei denen es mir um meine liebsten Menschen geht. Ich poste das für mich, damit ich meine Gefühle teilen kann, damit ich Beistand bekomme und mich austauschen kann. Ich mache das nicht reell dort, aber ich könnte es tun. Würde es vielleicht gern, wer weiß. Ich habe also noch nie etwas geschrieben, man ist auch ganz aufgeregt und zögert. Nach Lichtjahrenminuten der Zögerlichkeit dann der Klick – der Post. Man wartet, es kommt ein Kommentar, man freut sich, man ist gespannt und pisst sich fast in die Hose vor Aufregung. Der erste Kommentar. Wow. Nur, was dort steht ist der Satz: „Ich hab direkt die Lust verloren auf den Text, da du schriebst ‘Ich trank ,mein Cocktail‘’, es heißt aber ,meinen’ Cocktail.“ Tja. Das stimmt, kann man jetzt wohl nix machen. Text ist versaut, scheiße und nicht lesenswürdig. Ist er? Wird ein Text durch kleinere Rechtschreibfehler wirklich gleich schlecht? Ich denk für den Schreiber direkt ein „Fick you“ mit und zeig der Alten gleich zwei virtuelle Stinkefinger. Ich reg mich auf. Das ist doch nicht wichtig und was soll das überhaupt. Es geht um Gefühle, um Kommunikation, nicht um fucking Rechtschreibfehler.

Marian schreibt von der deutschen Tugend der Geduld, von dem Verfall selbiger. Ich schreib hier von der typisch deutschen Kritikkultur, die mir schon seit längerem gehörig auf den Sack geht. Kritik ist super! Kritik kann helfen, man lernt dadurch, ganz klar. Alle müssen Kritik toll finden! Aber in Deutschland wird Kritik so oft missbraucht als einfache subtile Form der Angeberei. Man kritisiert nicht, um mit seiner Kritik zu helfen, nein, man schreibt einfach nur absoluten Bullshit, um zu zeigen, dass man selbst nämlich „meinen Cocktail“ geschrieben hätte und ja super geil toll rechtschreiben kann. Die war bestimmt früher Stempelsammlerin in der Grundschule. Oder eines von diesen nervigen Kindern, die bei Referaten die „ähms“ mitgezählt haben, um das Ergebnis später stolz zu präsentieren. „Also, den Inhalt fand ich voll gut, aber leider hat der Fritz 34-mal Füllwörter benutzt.“ Die Leute wollte man früher schon schlagen!

Diese Leute gibt es aber überall. Sie umzingeln uns. Sie kritisieren die Belichtung auf unserem Lieblingsfoto, das wir so mögen, weil es unseren besten Freund zeigt. Sie mögen eine Zeichnung nicht, weil sie nichts erkennen, aber verstehen nicht, dass die Situation zählt, in der sie entstanden ist. Sie mögen dies nicht, mäkeln an jenem herum. Sie meckern über Kinder, die laut sind und hören nicht, dass sie lachen und Kinderlachen das wunderbarste auf der Welt ist. Sie sind IDIOTEN! ICH HASSE ES! Warum merken diese Personen nicht, dass sie das Wesentliche nicht verstehen? Warum merken die nicht, dass es einfach nur erbärmlich ist sich dadurch aufzuspielen? Wie kann man nur so…so…unnachsichtig sein? Ich versteh das nicht. Darum geht es nicht. Es geht nicht um Profilierung oder um das wasserkopfgroße Ego. Und da hilft auch kein „ichsagsjanur“ oder „isdochwahr“. Es bleibt peinlich. Und man kann damit zerstören.

Als Lehrer muss man kritisieren und verbessern, ich sagte ja schon Kritik kann helfen. Gute Lehrer kritisieren so, dass man die Fürsorge merkt, schlechte machen alles, um zu zeigen, dass sie selbst allwissend sind und zerstören damit Potential.

Meine Mama schreibt keine Briefe, weil sie früher einmal einen Brief an meine Oma, ihre Mutter, geschrieben hat und diesen korrigiert zurückbekam. Ich finde das ist das traurigste was ich in letzter Zeit gehört habe. Denkt mal drüber nach, ihr Kritikerschlampen.

41 Kommentare

[...] hat einen wunderbaren Text verfasst. Bitte vollständig bei abgeschirmt lesen. Ähnliche BeiträgeSuper Bastard Box – Character Art Hübsch und Sinnfrei. Die Super [...]

“Die ekeln mich an.” - StyleSpion schrieb am 31.07.2010 um 09:24Reply to this comment

Tja und jetzt denk du mal darüber nach, wie das weiter geht mit diesen armen Wichten, die der deutschen Sprache nicht völlig mächtig sind.

Wenn sie später mal mit Kunden oder Dienstleister telefonieren… “Wir ähm machen folgendes hüstel ich beschreibe ähm Ihnen das mal eben hüstel wie Sie sehen ähm…” usw.

Habe ich für meinen Teil häufig genug erlebt. Und da will man – als Kritikerschlampe – einfach nur noch draufschlagen, anstatt zuhören zu müssen.

Ines schrieb am 31.07.2010 um 09:35Reply to this comment

Ich kann nur nickend zustimmen. Trotzdem gibt es aber hoffentlich genügend Leute, die es besser wissen.

David Lampe schrieb am 31.07.2010 um 09:36Reply to this comment

Du hast ja soooooooo recht. Ich liebe deinen Text, ich fühle mich zu 1000% angesprochen. Vielen Dank.
Und ich habe überhaupt keinen Rechtschreibfehler gefunden ; ))
Dankeschön!
Viele Grüße
Sandra
P.S. Wo gibt es virtuelle Stinkefinger? Ich will auch…

Sandra schrieb am 31.07.2010 um 09:42Reply to this comment

Hallo Lea,

ich kenne das genau und habe folgende Strategie entwickelt:

1. Wisse, dass andere immer alles besser wissen.
2. Mache bewusst und mit voller Absicht Fehler oder auch unwissentlich (das ist egal).
3. Warte auf die Korrekturen.
4. Lache drüber.

Funktioniert. Echt.

AMOS

AMOS schrieb am 31.07.2010 um 09:45Reply to this comment

Ich finde du hast Recht.
Lass dich nicht unterkriegen.

Jazzgumpy schrieb am 31.07.2010 um 09:45Reply to this comment

Ey da ist voll der Fehler! Nach dem Punkt schreibt man groß… und was ist “De” für ein Wort erstmal.
“habe ich gerne auf neon. De gelesen.”

schöner Text :*

Paulchen schrieb am 31.07.2010 um 10:01Reply to this comment

Danke!

Marc vm schrieb am 31.07.2010 um 10:03Reply to this comment

Einfach klasse geschrieben und so war!

Jan schrieb am 31.07.2010 um 10:59Reply to this comment

Also erstmal geb ich dir auf jeden Fall Recht, dass Kritik eigentlich eine Anregung zur Verbesserung sein sollte und nicht dazu diehen darf, sich selbst zu profilieren. Doch auf der anderen Seite wird Kritik (auch gut gemeinte) heutzutage viel zu oft falsch verstanden. Die Meisten fühlen sich einfach zu schnell persönlich angegriffen und ziehen aus der Kritik zu schnell den Schluss der Gegenüber ist ein Arschloch anstatt die Kritik produktiv umzusetzten.

Pete schrieb am 31.07.2010 um 11:00Reply to this comment

Habe von meiner Oma auch mal einen Brief verbessert zurückbekommen. Und ja du hast Recht, es vergeht einem die Lust auf weiteren Briefverkehr…

Meria schrieb am 31.07.2010 um 12:07Reply to this comment

Ich bin der festen Überzeugung das ich genau in diesem Moment mit DER Gerneration aufwachse die den ersten Stein zur Verdummung der Menschheit geworfen und damit die nächst folgende Generation getroffen hat. Es war ein kleiner Stein der mittlerweilen immer größer und schwerer wird und immer mehr weh tut und immer mehr Schaden anrichtet. Und umso jünger die Leutchen werden umso größer das Ego, umso größer der Stein – man will sich ja beweisen. Alle sind doof und werden immer dööfer. Kritik stirbt aus, ich bin nicht der hellste aber das merk ich noch.

Man ist umzingelt von betroffenen und manchmal ist man so leichtsinnig sich darauf einzulassen, sich auf das gleiche Niveau zu begeben, genauso doof zu sein – Aber ich sage: BLEIBT STARK, BLEIBT INDIVIDUALISTEN!

[Für diesen Text wurde Google dreimal zur Hilfe genommen]

Alex P schrieb am 31.07.2010 um 12:08Reply to this comment

Und wer so generell auf (an- als auch unangebrachte) Kritik reagiert, ist selber ein Vollidiot und hat sie nicht mehr alle. Genau das ist das Problem, dass sich mittlerweile alle möglichen Assis und Vollidioten im Internet, TV & Co. artikulieren können und auch noch meinen, Recht zu haben. Man, verpisst euch wieder in den Aldi, sortiert dort Dosen ein und haltet Eure dumme Fresse !

Udo Himpe schrieb am 31.07.2010 um 13:05Reply to this comment

Vielen, vielen Dank für diesen Artikel. Ich kritisiere selbst oft zu schnell und der Form halber. Der Artikel hat mir einen Spiegel vorgehalten, aber ich finde mich auf beiden Seiten wieder. Ein sehr schöner Denkanstoß …

Henry schrieb am 31.07.2010 um 13:42Reply to this comment

Klingt fast so als ob du keine vertragen kannst.

Michael schrieb am 31.07.2010 um 13:58Reply to this comment

Nachtrag zum ersten Eindruck.

Das Kritik keine Besserwisserei sein soll ist klar. Und auf Rechtschreibfehlern rumzureiten nervt, aber wenn ein ganzer Artikel nur so strotzt davon dann kann man ruhig darauf hinweisen. Das überlass ich aber gern anderen, dafür bin ich zu faul und mich stört es nicht.

Achso, zu dem Beispiel mit dem Lieblingsfoto. Schonmal daran gedacht das der Leser eben nicht der beste Freund desjenigen auf dem Bild ist und er dadurch das Ganze etwas objektiver betrachtet. Ohne Emotionen. Genauso die Zeichnung. Das sind Beispiele in denen du dich wahrscheinlich immer angegriffen fühlen wirst da mit Emotionen verbunden. Egal ob konstruktiv oder nicht.

Und warum sollte man in einer Kritik jemand mit Samthandschuhen anfassen wie ein kleines Kind und tätscheln? Kinder brauchen das sicher in der Schule, aber nicht der Erwachsene der mit Kritik umgehen können muss. Wenn man das nicht kann, sollte man eben keine Artikel/Meinungen/Fotos usw ins Internet stellen. Oder zumindest die Kommentare ausschalten. Soll helfen ;-)

Michael schrieb am 31.07.2010 um 14:49Reply to this comment

Boah…scheiss. Absätze alle wech :)

Michael schrieb am 31.07.2010 um 14:50Reply to this comment

Die Schuhe im Artikelfoto gab es damals wahrscheinlich auch beim Besserwisser-Versand. Ich habe massenhaft negativ befleckte Erinnerungen zu den Tretern.

M schrieb am 31.07.2010 um 14:58Reply to this comment

Das Problem mit Kritik ist für mich oft, dass alles zähl- und messbare (wie z.B. die ähms im Vortrag) und alles was von einer vorgegebenen Norm abweicht (wie Rechtschreibfehler)leicht zu erfassen ist, dadurch leicht kritisiert werden kann und damit eine Bedeutung beigemessen bekommt, die meiner Meinung nach völlig unangemessen ist. Keine Ahnung, ob der Vortrag wirklich gut war, wie soll ich das beurteilen, aber er enthiel 35 ähs… Keine Ahnung ob der Inhalt des Textes gut war, aber er enthielt 7 Rechtschreibfehler. Keine Ahnung ob der Mann was taugt, aber er verdient nur 1500 Euro. Keine Ahnung ob das Bild gut ist, aber der Horizont ist schief. Usw. usf…..

Peter schrieb am 31.07.2010 um 15:30Reply to this comment

Menschen die am wesentlichen vorbeileben neigen halt dazu sich so fest in die Normen und Regeln zu krallen als wären diese das eigentlich Sinngebende im Leben. Was nur fehlt sind echte Gefühle, Spontanität und alles was das Leben ausmacht. Und so ist man dann am leben ohne jemals gelebt zu haben. Und weil man es schafft alle anderen schlecht zu machen “fühlt” man sich noch gut dabei. Wie traurig.
Und die gelangweilte Unempfindlichkeit die wir dieser ironischen Korrektheit entgegen bringen darf dann ruhig als Zeichen der Verachtung aufgenommen werden. :)

Marian Gudelius schrieb am 31.07.2010 um 16:11Reply to this comment

Das ist ein Problem des offenen Internets. In Zeiten von 500 Facebook Freunden und noch mehr Twitter Followern, hat man nur schwer den Fokus auf den Leuten, denen der eigene produzierte Inhalt etwas bedeutet. Das beginnt bei einem ulkigen Youtube Video, dass jemand anderes natürlich schon eine Woche vorher gesehen hat und endet bei dem total verwackelten Bild der versammelten Mannschaft, in dem der rechte Strumpf des Linksaußen nicht die gleiche Farbe hat wie der linke. Oder heißt es der Linke, mit großem Anfangsbuchstaben? Who cares? Schöner Artikel.

Mike schrieb am 31.07.2010 um 17:21Reply to this comment

Bin durch Zufall auf deinen Text hier gestoßen und ich muss dir einfach ein riesen Lob aussprechen.
Der Text spricht mir förmlich aus der Seele und bei der Stelle mit den Stempelsammlern musste ich richtig lachen.
Mach weiter so und lass dich nicht von so dämlichen Erbsenzählern entmutigen!

Janina schrieb am 31.07.2010 um 17:55Reply to this comment

Ooooh ich liebe gute Rants und die sind dann am Besten wenn man merkt, dass die in einem Fluß geschrieben wurden (und man dementsprechend auch mal den ein oder anderen Rechtschreibfehler einbaut)

“Stempelsammler” ist definitiv ein Highlight!

Hat mir sehr gefallen!

FanFarting schrieb am 1.08.2010 um 13:01Reply to this comment

Guter Text… Hab ihn vorgelesen und er hat allgemein gute Laune verbreitet. Leider verbessere ich auch des öfteren…, aber eben nicht um anzugeben. In der Grundschule gabs ja auch diese “wer sich selbst zuerst nennt, ist ein Esel. Esel!”-Kinder….

Julian schrieb am 1.08.2010 um 16:12Reply to this comment

Astrein, gefällt mir der Text….bläb.Das mit Neon.de ist echt ein Nervenkitzel, zum Glück weiß ich schon das ich nicht schreiben kann ^^ …
Aber du schreibst toll!

Lara schrieb am 1.08.2010 um 19:40Reply to this comment

Dinge, warum ich aufgehört habe bei NEON.de zu schreiben, sondern nur noch zu lesen und nicht mehr zu veröffentlichen. Idiotenpack dort. Ich schreib ja auch nicht unter die Texte ” Ey, da und da haste was falsch geschrieben”. Naja, manche lernen es halt nie ;)

Anna schrieb am 2.08.2010 um 02:48Reply to this comment

Ok, eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen auf jeden einzelnen Kommentar zu antworten..ja. Das ist mir jetzt zu aufwendig. Viele Kommentare finde ich aber gut. Voll toll. :)

Lea schrieb am 2.08.2010 um 11:58Reply to this comment

Ich finde du hast recht und unrecht.
Es kommt immer auf die Situation an, wie du treffenderweise schreibst.
Ich finde es ist ein deutlicher Unterschied, ob es dabei um ein Print- oder Onlinemedium geht bei dem ein Anspruch auf ein gewisses Niveau besteht oder man sogar dafür zahlt. Ich hasse, hasse, hasse es wenn ein Buch oder ein Magazin, für das ich viel Geld zahle, nur so vor Rechtschreibfehlern strotzt. Da könnte ich kotzen! Ich frage mich dann immer welche Idiot den Mist gegengelesen hat?!

Ganz anders ist es wenn es darum geht, dass User ihre Gefühle oder Situationen aus ihrem Leben schildern, Erfahrungen austauschen oder ähnliches, auf einer Plattform, auf der es gar nicht darauf ankommt, WIE etwas geschrieben wird sondern WAS da geschrieben wird. Ich bin sicherlich selbst nicht ohne Fehler, obwohl ich mir die größte Mühe gebe immer korrekt und sauber zu schreiben, weil mir das so beigebracht wurde, aber auch ich mache Fehler!

Die andere Seite ist die derer, die nicht mehr richtig schreiben KÖNNEN selbst wenn sie WOLLTEN, weil sie es in der Schule nie richtig gelernt haben, es ihnen auch völlig egal ist und sowieso, was soll das schon?!
Im Internet kann jeder alles schreiben, jeder kann geistigen Müll produzieren und im Internet abladen. Was man da manchmal liest ist schier undglaublich. Nicht nur von Jugendlichen, auch von Erwachsenen findet sich so mancher zutiefst verunglückte Text im Internet.
Dabei geht es aber nur selten um Rechtschreib- oder Kommafehler…da geht es um grundsätzliche Dinge der deutschen Sprache und das halte ich für ein Armutszeugnis!

Über kleine Rechtschreibfehler brauch man sich nicht zu ärgern vor allem wenn es nicht darum geht perfekt zu sein!

(Wer hier übrigens Fehler findet, darf sie getrost behalten!)

ThrillerKiller schrieb am 2.08.2010 um 15:20Reply to this comment

Man lese “Unysmpath” von Robin Felder – hier der Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=9V3YHohgY_M

Und erfreue sich weiterhin an seinen Mitmenschen :-)

To(a)st schrieb am 2.08.2010 um 17:13Reply to this comment

Da sprichst Du ein paar wahre Worte, aber die Anonymität des Internets machts möglich. Früher haben die Leute nämlich, wie Du schon sagtest, Schläge bekommen.

Fabian schrieb am 3.08.2010 um 00:54Reply to this comment

@AMOS

Das funktioniert anscheinend nicht.

Jan schrieb am 3.08.2010 um 12:32Reply to this comment

YEAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH !!!!!!!!!!!!!!

Stefan schrieb am 3.08.2010 um 23:23Reply to this comment

Einfach nur: Wahr! Danke!

Daniel schrieb am 4.08.2010 um 00:42Reply to this comment

Ich find’ Deine Schreibweise (inhaltlich) gut.
Schreibfehler, bzw. eher Ausdrucksfehler regen mich trotzdem auf. Ich kann nix dagegen tun.

Aber ich weiß, was Du meinst.. Serverforen oder Fotokommunities sind ein gutes Beispiel.
“Der Fleck neben der Hand stört mich aber und lenkt ab..”

*kotz*

Ich denke dann:”Der Scheiß Fleck ist ein Farbfleck auf dem Boden und ist nunmal da (crescendo!)!” Regt mich auch auf.

Noch ein anderes Beispiel (ich wüßte nicht, wo ich das sonst mal hätte anbringen können.. danke dafür schonmal.. :):
Ich habe ne Frage zu Serveradministration (weil ich nicht von allem nen Scheiß Plan haben kann!!) und stelle die in einem Forum und bekomme als Antwort:”Wenn’de keine Ahnung davon hast, dann betreib keinen Server…”

Mir reicht der virtuelle Stinkefinger oft nicht..

M.

DasMaddin schrieb am 4.08.2010 um 20:02Reply to this comment

ja das schlimme ist:
es nötigt sie ja niemand, den text zu kommentieren.

yann schrieb am 5.08.2010 um 17:27Reply to this comment

ich kann mich nur dem kommentar von michael nur anschließen. hinzuzufügen bleibt mir nur: für mich persönlich ist die person, die sich dermaßen über unangebrachte kritik aufregt noch wesentlich trauriger als die unangebrachte kritik selbst. man kann sich auch künstlich aufregen.

pretium schrieb am 6.08.2010 um 23:11Reply to this comment

Habe auf mein erstes Posting bei Neon hin nur eine dümmliche Bemerkung zu meinem Profilfoto bekommen. Deswegen werde ich dort wohl kaum noch posten.

Patricia schrieb am 7.08.2010 um 12:10Reply to this comment

[...] [...]

Anonymous schrieb am 8.08.2010 um 13:55Reply to this comment

Man muss von Besserwisserei, also dem Angeben mit dem Erkennen von Fehlern und dem Schlechtmachen der Leistung anderer, und richtiger, kontruktiver Kritik unterscheiden.
Konstruktive Kritik ist begründet und soll dem Gegenüber weiterhelfen.
ZB hätte die Dame besser schreiben sollen (wenn sie schon kritisisiert), dass sie Bei einem solch wichtigen Thema Rechtschreibfehler fahrlässig findet und denkt dass man da sorgfältiger arbeiten sollte, anstatt gleich auf Angriffstour zu gehen….

Im privaten Umfeld, zB bei Familienfotos spielt die Komunikation auch eine große Rolle, zB könntest du dem anderen einfach sagen dass du das Foto magst WEIL dort ein guter Freund drauf ist und es dich an etwas erinnert. Das wird selbst der größte Ignorant verstehen und dann vielleicht anmerken “ohne den weißen Streifen wäre es vielleicht noch schöner, schade dass der da ist”
Die Kommunikation ist eigentlich überall wichtig, was immer auch mit einem Bewusstsein darüber verbunden ist, was man eigentlich mit seinem Werk getan hat. Man muss sein Werk selbst reflektieren können. Wenn wie hier zum beispiel in der Einleitung darauf hinweisen, dass es eine Gedankensammlung ist welche schnell und möglicherweise schlampiger aufgeschrieben wurde. Dann kann das Gegenüber keine Poesie in Bestform erwarten und solche Situationen gibt es erst recht gar nicht.

Je schrieb am 24.08.2010 um 11:05Reply to this comment

hoppla gegen Ende war ich etwas schlampig ;) sry

Je schrieb am 24.08.2010 um 11:06Reply to this comment

Lea,
ich mag deine Wut. Ist viel Wahres dran, an dem Text. Ich hasse Rechtschreibfehler auch, aber sie in diesem NEON-Stil zu kommentieren, ist natürlich nochmal was anderes und auch viel mehr zum Auslachen (in deinem Fall Ausrasten). Auf meine Rechtschreibfehler werde ich sogar gerne hingewiesen, aber nicht wenn es bei einem popeligen Blog-Kommentar ist, und auch nur per Privatnachricht.

Das Problem der Kritik ist, dass sie oft zur reinen Selbstdarstellung wird, vor allem wenn der Kritiker einen überdurchschnittlichen Wotzschatz hat und das dann auch ordentlich raushängen lässt. Die Schwierigkeit ist, den Mittelweg zwischen Niveau und Zugänglichkeit zu finden. Das bezieht sich jetzt aber auf richtige Kritiken, nicht nur ein “jemanden verbessern”. Was das Verbessern angeht, ist mein Fazit: Wissen, wann es angebracht ist, aber oft auch einfach nur Sehen, sich seinen Teil denken und die Fresse halten.

Gruß

Eine Kritikerschlampe

Flibbo schrieb am 26.08.2010 um 16:37Reply to this comment

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